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Es klappert die Mühle am rauschenden Bach

Der Luftkurort Ottenhöfen liegt, umringt von den bewaldeten Höhen des Schwarzwaldes, im oberen Achertal. Über 150 km vorbildlich ausgebauter Wanderwege erschließen dem Erholungssuchenden die urwüchsige Landschaft.

Der besondere Reiz Ottenhöfens liegt in der Vielzahl der erhaltenen oder restaurierten Mühlen. Sie gaben der Schwarzwaldgemeinde den liebevollen Beinamen "Das Mühlendorf".

Der große Mühlenrundweg wurde so angelegt, dass er an neun dieser Mühlen vorbeiführt. Unsere Wanderung beginnen wir im Kurgarten Ottenhöfen. Hier orientieren wir uns an der hölzernen Hinweistafel, auf welcher der Mühlenrundweg gekennzeichnet ist. Danach gehen wir den Fußweg durch den Kurpark, biegen beim Hotel Pflug rechts in die Allerheiligenstraße ein, und nach weiteren 100 m links in die Albert-Köhler-Straße. Anfangs des Theresienweges liegt unterhalb der schönen Evangelischen Kirche die Hammerschmiede, eine Schleifmühle aus der Zeit der Burg Bosenstein.

Wir folgen dem Theresienweg bis zum Gasthaus Kreuz und gehen links am Hotel Sternen die Fahrstraße in Richtung Seebach 100 m weiter. In der Kurve liegt unterhalb die Fachwerkmühle "Mühle am Hagenstein".

Die Mühle hat einen oberschlächtigen Antrieb. Das Wasser wird bei dieser Mühle über einen hölzernen Kähner auf die Schapfen des Mühlrades geleitet. Von der Hagensteinmühle gehen wir den Weg wieder zurück bis wir etwa 100 Meter unterhalb des Hotels "Sternen" nach rechts in eine Fahrstraße einbiegen, die aufwärts über den Zieselberg führt. Wir folgen dieser Straße bis zum "Köninger Hof" und der "Köninger Mühle" (ohne Wasserrad).

Ab hier führt uns ein Fußweg über den Zieselberg zur Buchwaldstraße. Wir gehen diese Straße etwa 500 Meter aufwärts und biegen dann links in einen Fahrweg ein, der ans "Günseck" und zum "Oberen Bach" führt. Hier erreichen wir die vierte Mühle, die "Benz Mühle am Bach". Diese Mühle wird heute noch von der Familie Benz betrieben. Das Wasser wird hier in einem Weiher gespeichert und bei Mühlenbetrieb über einen hoch angelegten Kähner auf die Schapfen des Mühlrades geleitet. Mit dem Kähner wird die Umdrehung des Mühlrades und somit die Geschwindigkeit des Mühlsteines geregelt.

Weiter führt uns die Talstraße abwärts, vorbei an dem alten Brenn- und Backhäusle des Benzschen Hofes, zum Weinbergweg. Hier finden wir am Haus "Schmälzle" im Ortsteil Fürschenbach die fünfte Mühle (ohne Wasserrad).

Danach wandern wir beim Gasthaus "Rebstock" über den Floriansweg entlang zur "Rainbauern Mühle".

Nach etwa 500 Meter überqueren wir beim Bahnübergang die Landstraße und gehen ein kleines Stück zurück zur Mühle. Diese etwa 180 Jahre alte Schwarzwaldmühle wird durch das Wasser der Acher getrieben, das durch einen Mühlenkanal zur Mühle geleitet wird. Die Mühle hat einen unterschlächtigen Antrieb. Das Wasser wird hier durch einen sogenannten Radkropf auf das Mühlrad gebracht. Dieses Mühlrad hat einen Durchmesser von etwa 4,20 Meter mit insgesamt 32 Radschaufeln.

Der Antrieb führt vom Mühlrad in den unteren Teil der Mühle. Dieser aus großen Bachsteinen gemauerte Teil enthält die Antriebsmechanik des Mahlwerks. Die vom Mühlrad erzeugte Kraft wird über die Kammräder und breite Lederriemen auf die Riemenscheibe geleitet, auf der dann der Läuferstein im oberen Teil der Mühle sitzt. Das große Kammrad hat 180 Holzkammern, die aus Apfelbaumholz geschnitzt sind.

Im oberen Teil dieser vollfunktionsfähigen Mühle befindet sich das Mahlwerk. Es besteht aus dem Trübel, in den das Getreide geschüttet wird und von dem aus es über Rüttler in den unteren Teil des Mahlwerks zwischen die Mühlensteine gebracht wird. Durch einen sogenannten Klöppel kann die Getreidemenge geregelt werden. Das Klappern dieses Klöppels ist es, das in dem berühmten Mühlenlied besungen wird.

Die gewaltigen Mühlsteine sind aus Sandstein gehauen. Der untere Mühlstein, auch Fauler genannt, wiegt etwa 6 bis 8 Zentner, während der obere, Läufer genannt, 5 bis 6 Zentner schwer ist. Alte Mühlen wurden zu einem Mühlenmuseum ausgebaut. Viele von den in der Mühle ausgestellten Requisiten sind Zeugen des Ausgeprägten Brauchtums der Ottenhöfener.

Diese alten Schwarzwaldmühlen waren alles Bauernmühlen. In ihnen wurde nicht gewerblich, sondern nur für den Eigenbedarf des Besitzers gemahlen. Wir folgen dem kleinen Mühlenweg bis in den Lauenbach. Gleich nach den Gewächshäusern einer Gärtnerei biegen wir nach rechts in die Lauenbachstraße, die uns bis zum großen Wegkreuz steil empor führt. Hier biegen wir links ab und erreichen etwa nach 600 Meter die "Bühler Mühle" im Lauenbach. Diese Mühle liegt vor einem kleinen Waldstück. Das Wasser dazu wird in einem Weiher gespeichert und bei Bedarf durch den Mühlenkanal auf das Mühlenrad geleitet.

Von hier aus führt der Weg weiter in Richtung hintere Lauenbachstraße. Oberhalb des nächsten Bauernhofes erreichen wir den steil ansteigenden Fahrweg, der uns zur Simmersbachstraße bringt.

Diese Straße gehen wir abwärts und gelangen nach ca. 500 Meter an die "Mühle Rösch" im Simmersbach. Die Mühle ist im Nebengebäude des Hofes eingebaut. Durch die vergitterten Mühlenfenster aber können wir das Innenleben dieser Mühle bestaunen. Wir setzen unsere Wanderung fort und folgen der Straße abwärts bis auf die Höhe des Gasthauses "Schwarzwalsstube", (Montag Ruhetag). Hier biegen wir nach rechts in den Blustenweg ein. Wer alle Mühlen erwandern möchte, folgt rechts der Tennisplätze in das Wohngebiet Wolfsmatt.

Ab hier geht es 1 km auf der Unterwasserstraße bis zur "Benz Mühle" weiter. Zurzeit verläuft der Rückweg ebenfalls auf dieser Strecke. Wer den Mühlenweg abkürzen möchte, lässt die Besichtigung der letzten Mühle und biegt am Blustenweg gleich nach links in die Allerheiligenstraße ein. Durch den Kurpark wandern wir zum Ausgangspunkt zurück.

Auf dieser Tagestour haben wir viel Schönes gesehen und altes Brauchtum kennen gelernt, so dass wir Ihnen nur empfehlen können, dem großen Mühlenweg zu folgen.

Mühlenbesichtigungen

  • wöchentlich samstags
    10:30 Uhr bis 11:30 Uhr von Mai bis Oktober (kostenfrei)
  • Mühleneinteilung siehe im Veranstaltungskalender
  • Sondertermine für Gruppen auf Absprache möglich

Infos

  • Gehzeit: 1 bis 4 Stunden
  • Weglänge: 2 bis 15 km
  • Wegzeichen: M
  • Höhenunterschied: bis 200 m
  • Ausgangspunkt: Lesehalle im Kurgarten

Weitere Informationen

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