Vom klassischen Handwerk zum vielseitigen Bauunternehmen: Spezialisten für Tiefbau, Abbruch, Gleisbau und vieles mehr: Bürgermeister besucht die Helmut Feger GmbH in Diersburg
Es war ein Termin zwischen Tradition und Hochtechnologie: Bürgermeister Andreas Heck besuchte die Helmut Feger GmbH in Diersburg. Was im Jahr 1973 als kleiner Betrieb mit Land- und Forstwirtschaft mit Holzschleifen und Waldwegebau begann, hat sich über fünf Jahrzehnte zu einem hochspezialisierten Dienstleister entwickelt, der heute eine Schlüsselrolle in der regionalen und überregionalen Infrastruktur spielt.
Handwerkliche Wurzeln, moderne Lösungen
Geschäftsführer Steffen Feger erläuterte während des Rundgangs die beeindruckende Wandlung des Familienunternehmens. Trotz des Wachstums hat man die Bodenhaftung nicht verloren: Neben Instandhaltungsarbeiten und Zweiwegetechnik an den Gleisen übernimmt der Betrieb nach wie vor einige Im Bereich Tiefbau mit 5 Mann Arbeiten wie Erd-/ Entwässerungs-/ oder Kanalarbeiten, etwa für den Bau von Einfamilienhäusern, sowie auch die Herstellen von Außenanlagen wie Natursteinmauer, setzen von L-Steinen und diversen weiteren Kleinarbeiten.
Vielseitigkeit als Markenzeichen
Beim Rundgang über das Betriebsgelände informierte sich der Bürgermeister Andreas Heck über das beeindruckende Leistungsspektrum. Die Helmut Feger GmbH hat sich längst als vielseitiger Partner etabliert:
- Gleisbau & Erdarbeiten: Präzision auf und neben der Schiene
- Abbruch & Rückbau: Sichere Abwicklung komplexer Projekte
- Vegetationsarbeiten: Pflege und Instandhaltung von Böschungen und Trassen
- Spezialgebiet Schreitbagger: die selbst in extremen Hanglagen sicher arbeiten können.
- Außenanlage: Natursteinmauern und Geländemodellierung
Spezialisten für die Schiene
Ein besonderes Standbein ist der Gleisbau, in dem aktuell sechs Mitarbeiter hauptsächlich im süddeutschen Raum im Einsatz sind. Die Anforderungen hier sind enorm: Der Betrieb möchte sich für die Instandhaltungsarbeiten im Bereich der Bahn zertifizieren, was oft Einsätze unter extremen Bedingungen bedeutet. Da der Bahnverkehr tagsüber rollen muss, findet diese Arbeit der Triebfahrzeugführer zu großen Teilen in der Nacht statt. Die Technik dahinter ist komplex: Um einen der imposanten Zweiwegebagger bedienen zu dürfen, ist eine spezielle Zusatzausbildung, jährliche Fortbildung und Untersuchungen erforderlich.
Damit umfasst der beachtliche Fuhrpark nun:
- 19 Bagger (inkl. Spezialgeräten wie Schreit- und Zweiwegebaggern)
- 3 LKW
- 2 Raupen, sowie eine Walze und Radlader
Damit die Maschinen jederzeit einsatzbereit sind, unterhält die Firma eine eigene Werkstatt mit zwei festen Mitarbeitern.
Hinter der beeindruckenden Logistik auf den Baustellen steht eine straffe Organisation im Hintergrund. Während Steffen Feger die logistische Planung für Mitarbeiter und Fahrzeuge und die Kalkulationen übernimmt, verantworten Rebecca und Silvia Feger das Backoffice. Neben der gesamten kaufmännischen Abwicklung und Buchhaltung liegen auch zahlreiche weitere Aufgaben rund um das Personal in ihren Händen – darunter das Schulungsmanagement, der Arbeitsschutz sowie das Fahrzeugmanagement.
Der Bürgermeister ist beeindruckt von der engen Verzahnung zwischen Verwaltung und praktischer Ausführung.
Blick auf den Nachwuchs und aktuelle Hürden
Auch für die Zukunft stellt die Helmut Feger GmbH die Weichen: Ab Sommer 2026 wird der erste Auszubildende zum Baugeräteführer im Betrieb starten – ein wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel.
Dennoch gibt es Herausforderungen: Die Geschäftsleitung sprach offen über die spürbaren Folgen der Energiekrise und die oft langwierigen Genehmigungsverfahren mit Behörden, welche die Umsetzung von Projekten immer wieder verzögern.
Perspektivwechsel am Steuer: Bürgermeister im Führerstand
Ein besonderes Highlight des Besuchs war der praktische Selbstversuch: Unter der fachkundigen Einweisung von Steffen Feger durfte der Bürgermeister selbst im Führerstand eines Baggers Platz nehmen. Nach einer kurzen Einführung in die komplexe Steuerung der modernen Hydraulik versuchte er sich an ersten Bewegungen mit dem tonnenschweren Gerät. „Man bekommt ein ganz anderes Gefühl für die Präzision und die Konzentration, die diese Arbeit erfordert“, resümierte Andreas Heck sichtlich beeindruckt von der Technik und dem Geschick der Maschinisten.
Ein wichtiger Partner für die Region
Bürgermeister Andreas Heck zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft und der breiten Aufstellung des Betriebs. „Unternehmen wie die Helmut Feger GmbH sind das Rückgrat unserer lokalen Wirtschaft. Sie bieten nicht nur qualifizierte Arbeitsplätze, sondern lösen mit ihrer Spezialtechnik Aufgaben, die für die moderne Infrastruktur unverzichtbar sind“, so der Bürgermeister während des Rundgangs.
Fazit des Bürgermeisters
Bürgermeister Andreas Heck zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Entwicklung des Standorts: „Dass ein Betrieb, der vor über 50 Jahren mit Pflasterarbeiten begann, heute komplexe Gleisbau-Zertifizierungen hält und modernste Technik in ganz Süddeutschland einsetzt, ist eine enorme Leistung.“ Er versprach, die angesprochenen bürokratischen Hürden im Dialog mit den Behörden im Blick zu behalten.
Hintergrund zu den Betriebsbesuchen
Um den Kontakt zu hiesigen Unternehmen zu intensivieren und sich mit diesen auszutauschen, besucht Bürgermeister Andreas Heck ab diesem Jahr regelmäßig Betriebe aus Hohberg.
In Hohberg ansässige Betriebe, die Interesse an einem Betriebsbesuch durch den Bürgermeister haben, können sich gerne bei der Gemeindeverwaltung melden: Per Mail an: rathaus@hohberg.de oder telefonisch unter 07808 – 8812.
April 2026
















