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Einweihung Hochwasserrückhaltebecken Diersburg am 08.09.2017

Einweihung des Hochwasserrückhaltebeckens Diersburg

Am Freitag, den 8. September 2017 wurde das Hochwasserrückhaltebecken in Diersburg offiziell und feierlich in Betrieb genommen. Bürgermeister Klaus Jehle begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung, den Banken, die am Bau beteiligten Firmen und natürlich die Hohbergerinnen und Hohberger, um gemeinsam die Einweihung des Beckens zu feiern. Den kirchlichen Segen spendete Diakon Martin Jablonsky. Der Musikverein Diersburg sorgte für die musikalischen Einlagen, die Boccia-Abteilung des Sportvereins Diersburg bewirtete die Gäste. 

Den Anstoß für die Entwicklung eines Hochwasserschutzkonzeptes für Hohberg gab laut Bürgermeister Klaus Jehle das Hochwasser im Juli 2008. Nach anfänglicher großer Skepsis in der Bevölkerung wurde der Bau von jeweils einem Becken in Niederschopfheim und in Diersburg in die Planung genommen, da weder ein Ausbau des Dorfbaches in Niederschopfheim noch ein Ausbau des Talbaches in Diersburg möglich waren. Ziel des Konzeptes sollte es sein, die Ortslagen und die Menschen in Hohberg vor weiteren Hochwassern und deren Schäden zu schützen. Mit der Fertigstellung des Hochwasserrückhaltebeckens in Diersburg habe die Gemeinde nun ihre Aufgabe erfüllt. Einen großen Dank richtete Bürgermeister Klaus Jehle an die am Projekt Beteiligten, insbesondere an die planende Firma Wald & Corbe und an die Bürgerinnen und Bürger von Diersburg, die in den vergangenen zwei Jahren nicht nur die vielen LKW-Fahrten zum Rückhaltebecken, sondern auch die LKWs zum Bau der Windkraftanlage aushalten mussten.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer gratulierte in ihrer Ansprache der Gemeinde Hohberg für die vorbildliche Umsetzung des Hochwasserschutzes. Nach gerade einmal neun Jahren habe es Hohberg geschafft, den zweiten wichtigen Baustein der Hochwasserschutzkonzeption umzusetzen. Von den 90 Mio. Euro, die das Land im Jahr 2017 für technische und nichttechnische Maßnahmen zum Hochwasserschutz zur Verfügung stellt, konnte für das Becken in Diersburg mit 1,855 Mio. Euro die höchstmögliche Fördersumme in Höhe von 70 % der Gesamtkosten erzielt und zusätzlich noch 450.000 Euro aus dem Ausgleichsstock bezogen werden.

Über 300 Einwendungen, insbesondere zum Standort des Rückhaltebeckens, wurden laut dem 1. Landesbeamten Dr. Nikolas Stoermer von seiner Behörde bearbeitet. Letztlich konnte im Jahr 2015 mit dem Planfeststellungsbeschluss der Weg zum Bau freigemacht werden. Positiver Nebeneffekt des Hochwasserrückhaltebeckens laut Stoermer sei, dass Baubeschränkungen in den bisher überfluteten Gebieten wegfallen und auch die Versicherungspolicen für die Privathaushalte sinken würden.

Joachim Corbe, Geschäftsführer des gleichnamigen Ingenieurbüros Wald + Corbe, welches bereits das Becken in Niederschopfheim geplant hatte, freute sich über die planmäßige Fertigstellung des Bauwerks in Diersburg. Trotz mehrmonatiger Unterbrechung aufgrund des Wetters und einer unerwartet notwendig gewordenen Felssicherung, konnten sowohl der Kosten- als auch der Zeitplan, insbesondere Dank der ausführenden Fa. Rendler, eingehalten werden. Das Rückhaltebecken in Niederschopfheim musste seit seiner Fertigstellung im Jahr 2013 bereits sechs Mal eingestaut werden, so Corbe. Glücklicherweise wurde Diersburg während der Bauphase von großen Wassermassen verschont. Mit einem Stauvolumen von 24.000 qm und einer Dammhöhe von 6,90 Metern konnte der Hochwasserschutz in Diersburg durch das Rückhaltebecken nun von einem 10-jährlichen auf ein 100-jährliches Ereignis erhöht werden.


 


 



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